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Hausaufgaben machen

Januar 25th, 2009 · No Comments

Ganztagsschulen sind nicht überall verfügbar. In einer Ganztagsschule werden die Kinder nach dem normalen Unterricht und einem Mittagessen noch betreut, bis sie ihre Hausaufgabe gemacht haben. Dies ist die ideale Lösung für Eltern, bei denen sowohl Vater als auch Mutter berufstätig sind, und niemand anders zur Verfügung steht, der sich um die Erledigung der Hausaufgaben kümmert. Ist eine Mutter oder ein Vater am Nachmittag daheim, kann dieser Elternteil sich um die Kinder kümmern. Nicht immer schaffen es die Kinder, ihre Hausaufgaben alleine zu erledigen. Darum ist es notwendig, sie auf die richtige Weise zu betreuen. Natürlich bringt es nichts, wenn man den Kleinen aus reiner Liebe alles vorsagt; man übernimmt vielmehr die Funktion eines Lehrers.

Diese Aufgabe wächst mit der Klasse, in der sich die Kinder befinden. In der ersten Klasse geht es noch viel um spielerisches Erlernen mathematischer Zusammenhänge und das Üben der Druckschrift. Bis alle Buchstaben und die ersten, kleinen Wörter in Fleisch und Blut übergehen, muss da viel Arbeit, einiges an Nerven und vor allem viel Zeit investiert werden. Es wird auch viel gesungen und noch viel mehr gemalt, sodass die Kinder den Spaß an der Schule nicht verlieren. Anhand von Bildern lernen sie Worte zu sprechen. Ist beispielsweise ein Auto abgebildet, weil gerade die Buchstabenkombination AU gelernt wird, muss man den Kleinen hier nur zuhören, wie sie die Worte sprechen. Das Schreiben der Lettern kommt dann meist einen oder zwei Tage später, und wird meist ziemlich krakelig aussehen.

So steigert sich der Anspruch an die Eltern stetig, bis die höheren Klassen erreicht werden. Zum einen sollten Kinder jedoch ab einem gewissen Alter so selbständig sein, dass sie bis auf einige wenige Fragen alles selbst erledigen können, zum anderen wird es auch Tatsache sein, dass manche Eltern nicht mehr unbedingt helfen können. Vor allem, wenn Vati und Mutti selbst nicht auf einer weiter führenden Schule gewesen sind, und die Sprösslinge dann mit Sphärischer Trigonometrie, Latein oder physikalischen Wissenschaften nach Hause kommen, sind bald Grenzen erreicht. Ein Vater, der in seinem Betrieb höchst qualifizierte Arbeit leistet, kann kaum eine Antwort geben, wenn es um Themen geht, die während seiner Zeit auf der Hauptschule und in seiner Lehre nicht behandelt wurden.

Haben die Kinder echte Probleme in der Schule, weil sie etwas nicht verstehen, muss man sich überlegen, ob man es mit einer professionellen Nachhilfe versucht. Hier kommen Schüler aus höheren Klassen, aber auch Lehrer und Nachhilfedienste in Frage. Wirklich alleine lassen darf man also keinen Schüler, von der ersten Klasse bis zum Abitur: Für die Probleme, die mit Hausaufgaben und Schulstoff auftreten, sollte man wenigstens ein offenes Ohr haben.